| Wasserpreis: Viele Gründe sprechen gegen Erhöhung |
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| Geschrieben von Gerrit Greiß | |
Im letzten Betriebsausschuß wurde unter anderem über Gebührenerhöhungen beim Wasser und Abwasser diskutiert auf Grund einer Vorlage der Verwaltung. Seitens der BG wurde gegen diese Erhöhungen gestimmt, und zwar gegen jegliche Erhöhung. Warum? Vor etlichen Jahren wurden etliche stark defizitäre Bereiche von der Stadt auf die Stadtwerke übertragen. Dort hat man die Möglichkeit über Gebührenerhöhungen, z.B. im Wasserbereich. Mehreinnahmen zu erzielen, um über das Gesamtergebnis die Minuszahlen anderer Bereich aufzufangen oder zu verringern. Beim Wasser sind rückläufige Verkaufszahlen, also geringere Einnahmen, die man nun via Preiserhöhung kompensieren will. Geringere Verkäufe können begründet sein in „weniger Einwohner“ aber ganz sicher auch durch Sparmaßnahmen der Verbraucher. Es wird uns ja jeden Tag erzählt, dass wir mit den natürlichen Ressourcen vernünftig umgehen sollen – und das ist auch richtig. Also haben etliche Verbraucher in Sparmaßnahmen investiert – und sollen jetzt dafür bestraft werden durch eine Gebührenerhöhung. Also wenn wir kein Wasser mehr verbrauchen würden, hätten wir den höchsten Gebührenstand – seltsame Logik! Soweit mir bekannt ist, hat der operative Bereich Wasser trotz gesunkener Liefermengen kein Defizit. Also wäre allein unter diesem Gesichtspunkt keine Gebührenerhöhung notwendig. Aus diesem Grund hat die BG im Interesse der Bürger gegen eine solche gestimmt. Nach unserer Meinung sollte vielmehr und konsequenter versucht werden, Kosten und Ausgaben bei den Verlustbringern zu sparen. Natürlich muß ein Schwimmbad sein und sollte es sich nicht rechnen, ist es Sache aller Bürger, dass wir es uns leisten können. Aber vor allem in anderen Bereichen, z.B. Sauna, Nahwärme und auch WLE, muß es erlaubt sein, Kosten zu hinterfragen und vielleicht etwas zu ändern. Natürlich macht die WLE Sinn, niemand will ernsthaft den Schienenverkehr auf die Straße verlagern. Aber stimmen die Bereiche Kosten einerseits und Erlöse (Frachtraten und Nutzungsgebühr) andererseits noch? Warum sollen rd. 27.000 Warsteiner mehr für’s Wasser bezahlen, damit unter anderem etliche weniger in die Sauna gehen können. Saunen gibt es in der Umgebung genug. Wenn es also auch in Warstein sein soll, dann sollte man dort „moderat“ erhöhen – nach dem Verursacherprinzip! Einnehmen kann man auch durch Einsparen. Und wie der Vortrag von Herrn Grewe im Betriebsausschuß gezeigt hat, ist das mit Erfahrung und Sachverstand durchaus möglich. Man muß nicht immer nur an der Gebührenschraube drehen. Das kann und sollte wirklich nur dann erfolgen, wenn nichts anderes mehr möglich ist. Aus diesem Grund waren wir gegen eine Gebührenerhöhung, egal welcher Art. Man kann nicht, wie von Herrn Jacobs indirekt gefordert, erst dagegen sein und dann, zehn Minuten später, doch eine der beiden Gebührenerhöhungen akzeptieren. Das wäre wenig glaubwürdig und inkonsequent. Gerrit Greiß Sachkundiger Bürger im Betriebsausschuss |
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Im letzten Betriebsausschuß wurde unter anderem über Gebührenerhöhungen beim Wasser und Abwasser diskutiert auf Grund einer Vorlage der Verwaltung. Seitens der BG wurde gegen diese Erhöhungen gestimmt, und zwar gegen jegliche Erhöhung. Warum?