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Schulbücher: Keine Wertschätzung heimischer Unternehmen PDF Drucken
Geschrieben von Gerrit Greiß   
Greiss Gerrit.jpgZugegeben, ich bin kein Spezialist für Vergabe- und Ausschreibungs-Richtlinien. Und ebenso gern gebe ich zu, dass diese einen Sinn haben – unter bestimmten Voraussetzungen. Sinnvoll sollten sie sein und wirtschaftlich das Optimum für den Auftraggeber, in diesem Fall die Stadt Warstein, erzielen.

Als Mitglied diverser Ausschüsse habe ich mehr als einmal erlebt, dass bei der Auftragsvergabe nicht nur der Preis allein entscheidend war, sondern auch andere Aspekte wie Zuverlässigkeit des Auftragnehmers und der wirtschaftliche Aspekt eine Rolle spielten – und das ist gut so!

In diesem Fall war es wohl so, wie man der Presse entnehmen kann, dass zwei Anbieter absolut preisgleich waren; dies nicht zum ersten Mal. Und wieder einmal wurde per Losentscheid der heimische Anbieter benachteiligt – das ist dann „wirtschaftlich“?

Man mußte nicht einmal darüber nachdenken, ob man aus den o.g. Gründen ein höheres Angebot nimmt, denn es war ja Preisgleichheit. Dann wäre es allemal sinnvoller, vor allem wirtschaftlicher gewesen, den Zuschlag an den heimischen Unternehmer zu geben. Eben dieser wirtschaftliche Aspekt ist, wenn ich den offiziellen Antworten vom Rechnungsprüfungsamt glauben darf, auch Bestandteil der Vergabe-Richtlinien. Man hätte nicht einmal gegen die Vorschriften gehandelt oder handeln müssen.

Leerstände in der Innenstadt und fehlender Mut der Geschäftsleute werden beklagt. Wir reden über Projekte wie Neue Mitte usw. – hier hätte man ohne einen Cent Mehraufwand einem heimischen Unternehmer zusätzliche Motivation und Wertschätzung für sein Engagement in der Stadt Warstein geben können.
Da eben dieser Unternehmer ohnehin an der Ausschreibung teilgenommen hatte, ist für mich auch  nicht nachvollziehbar, warum seitens der Verwaltung eine neue Ausschreibung hätte erfolgen müssen. Die Fakten und Zahlen waren doch bekannt.

Das verstehe wer will – ich nicht!

Gerrit Greiß

 
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