| Neue Mitte: Investor besteht auf Abriss des Rathauses |
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| Geschrieben von Jochen Köster | |
Es ist ein schmaler Grat, der sich zwischen Erfolg und Misserfolg des Projektes „Neue Mitte Warstein“ herschlängelt. Doch genau über diesen Grat führt der Weg, den die Bürger der Stadt Warstein gehen müssen. Deshalb ist es aus meiner Sicht endlich an der Zeit, die Bürgerschaft einzubinden.Lange, vielleicht schon zu lange, haben wir Politiker nicht-öffentlich diskutiert. Auch aus der Erkenntnis heraus, dass man Projekte schnell kaputt reden kann. Zumal dann, wenn es kaum Fakten gibt. Allerdings besteht ebenso die Gefahr, dass „geheime“ Vorgespräche das Vertrauen der Bevölkerung und somit letztlich auch das für die Warsteiner Zukunft so wichtige Projekt zerstören können. An diesem Punkt scheinen wir angekommen zu sein. Denn mittlerweile liegen genügend Fakten und vor allem recht konkrete Kostenschätzungen vor. Leider nur nicht-öffentlich. Somit sind diese Zahlen für den Bürger bislang unbekannt, obwohl genau dieser die Zeche zahlen muss. Immerhin konnte sich der Stadtentwicklungsausschuss am 5. Mai zu einer öffentlichen Stellungnahme durchringen. Das Rathausgebäude betreffend wird festgestellt, dass bei jedweder Variante letztlich aber die finanzielle Deckungslücke für die Stadt Warstein zu hoch sei. Es ist Wille des Ausschusses, dass der Investor eine Lösung unter Erhalt des Rathauses realisieren soll. Nach vielen Gesprächen mit Warsteinern hatte ich das Gefühl, dass diesen nun ein Stein vom Herzen gefallen sei. Mein Eindruck war, man wolle zwar etwas Neues auf dem erweiterten Bergenthalgelände, aber das alte Rathaus müsse stehen bleiben. Schon kurz nach dem Ausschuss macht der Investor Bövingloh unmissverständlich klar, dass es mit ihm keine „Neue Mitte“ ohne Rathausabriss gibt. Bislang ist diese endgültige Position der Öffentlichkeit wohl kaum bekannt. Seit einer interfraktionellen Sitzung am Montag darf aber dieses nun Jedermann wissen. Und auch, dass weiter nach einer Lösung gesucht wird, die da sinngemäß lautet: Neue Mitte mit neuem Rathaus, aber finanziell für die Stadt darstellbar. Vom Willen des Ausschusses ist nichts mehr übrig. Ich weiß nicht, wie der Investor eine Lösung finden will, zumal die (in der Presse bereits kursierenden) Mehrkosten für die Stadt Warstein jenseits von Gut und Böse lagen. Vielleicht schafft es der Investor trotzdem. Immerhin behauptet er ja auch mit 18 Millionen Euro für die „Neue Mitte“ auszukommen, gegen wohl alle Expertenmeinungen. Es folgt nun also eine zweite Rechenwelle mit Schön- und Kaputtrechnen. Irgendwann wird’s schon passen. Allen ist klar, dass in Warsteins Mitte etwas passieren muss. Aber wir wissen auch, dass wir mit einem Beschluss auf Jahrzehnte hinweg in Warstein leben müssen, sowohl städtebaulich als auch finanziell. Deshalb: sollte nicht endlich die Öffentlichkeit informiert und dann ergebnisoffen ein gemeinsamer Weg gefunden werden? Mit freundlichen Grüßen Jochen Köster |
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Es ist ein schmaler Grat, der sich zwischen Erfolg und Misserfolg des Projektes „Neue Mitte Warstein“ herschlängelt. Doch genau über diesen Grat führt der Weg, den die Bürger der Stadt Warstein gehen müssen. Deshalb ist es aus meiner Sicht endlich an der Zeit, die Bürgerschaft einzubinden.