| Leiter Wasserwerke: Steinindustrie soll Verantwortung übernehmen |
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| Geschrieben von Redaktion | |
Die BG-Fraktion ist im Rat die einzige, die jegliche Verhandlungen mit der Steinindustrie konsequent ablehnt. Zum Schutz des Trinkwassers fordert sie die strikte Einhaltung bestehender Gesetze sowie verstärkte Überwachung. Außerpolitisch setzt sich neben engagierten Bürger/innen die eigens für den Trinkwasserschutz gegründete Initative Trinkwasser ein. Ganz besondere Beachtung gebührt auch dem Geschäftsführer des Lörmecke-Wasserwerks, Alfred Striedelmeyer (Bild). Der Trinkwasserexperte fordert in einem Offen Brief erneut die Steinindustrie auf, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen:Sehr geehrter Herr Pohl, (Anm. d. Redaktion: Betriebsratvorsitzender Westkalk) die Lörmecke-Wasserwerk GmbH wird als 100-prozentiges Tochterunternehmen des Kreises Soest ihrer Verantwortung für fast 100 000 Einwohner im südlichen Kreisgebiet gerecht. Für Erwitte, Ense, Anröchte, Möhnesee und einige Ortsteile von Soest, Bad Sassendorf, Warstein und Werl garantiert sie eine qualitativ hochwertige, quantitativ gesicherte und dabei preiswerte Trinkwasserversorgung. Außerdem profitiert die Bevölkerung in Warstein und Rüthen von dieser hochwertigen Dienstleistung, weil sich Lörmecke als maßgeblicher Vorlieferant der dortigen Stadtwerke engagiert. Die Belieferung mit dem Lebensmittel Nr. eins stellt auch für viele Wirtschaftsunternehmen in unserer Region eine entscheidende Existenzgrundlage dar. Erinnert sei nur an ein bedeutendes, international aufgestelltes Warsteiner Unternehmen der Getränkeindustrie mit einer rund 1000 Köpfe zählenden Belegschaft. Das Lörmecke-Wasserwerk stellt also der Allgemeinheit einen unverzichtbaren Baustein der öffentlichen Daseinsvorsorge zur Verfügung. Das Wohl unserer Kunden liegt uns aber nicht nur in dieser Hinsicht am Herzen. Als wichtiger Versorger der Region wünschen wir uns, dass es den Mitbürgern gut geht, dass die Wirtschaft floriert und dass die Arbeitsplätze sicher sind. Gerade deshalb haben wir die Kalksteinindustrie aufgefordert, Verantwortung für ihr wirtschaftliches Handeln zu übernehmen. Nach unserem Verständnis reicht es eben nicht, die real bestehenden Gefährdungen für die Gewinnung von Trinkwasser aus dem Warsteiner Massenkalk durch Gutachten bewerten und ausschließen zu wollen. Entscheidend für uns ist vielmehr die Frage: Was passiert eigentlich, wenn durch den Steinabbau in immer größeren Tiefen im Warsteiner Massenkalk die Trinkwasser-Versorgung in Qualität und Menge beeinträchtigt oder unmöglich wird. Wir haben deshalb die Steinindustrie aufgefordert für diesen Fall ein technisches Konzept zu entwickeln, das eine qualitativ hochwertige und quantitativ ausreichende Wassergewinnung sichert. Zur Sicherung der Daseinsvorsorge gehört auch, dass die erforderlichen Mittel für diesen Fall bereitgestellt und die Haftung für Beeinträchtigungen des Grundwassers als Trinkwasserreservoir durch die Steinindustrie übernommen wird. Aus Sicht der Lörmecke ist die Übernahme dieser Verpflichtungen durch die Warsteiner Kalksteinindustrie eine der Voraussetzung wie sie ihrer Verantwortung gegenüber der Allgemeinheit und insbesondere gegenüber den von ihr beschäftigten Menschen nachkommen kann. Sehr geehrter Herr Pohl, wir würden Ihnen sehr gern die Aufgaben der öffentlichen Trinkwasserversorgung als Teil der kommunalen Daseinsvorsorge und unsere Position und Überlegungen zu den Bestrebungen Ihres Unternehmens in einem offenen Gespräch darstellen. Deshalb laden wir sehr herzlich zu einem Besuch in unserem Haus ein. Wir hoffen sehr, dass Sie dieses Gesprächsangebot annehmen. Alfred Striedelmeyer Geschäftsführer Lörmecke-Wasserwerk |
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Die BG-Fraktion ist im Rat die einzige, die jegliche Verhandlungen mit der Steinindustrie konsequent ablehnt. Zum Schutz des Trinkwassers fordert sie die strikte Einhaltung bestehender Gesetze sowie verstärkte Überwachung. Außerpolitisch setzt sich neben engagierten Bürger/innen die eigens für den Trinkwasserschutz gegründete Initative Trinkwasser ein. Ganz besondere Beachtung gebührt auch dem Geschäftsführer des Lörmecke-Wasserwerks, Alfred Striedelmeyer (Bild). Der Trinkwasserexperte fordert in einem Offen Brief erneut die Steinindustrie auf, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen: