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Feinstaub: Sprinkleranlage abschalten, Vertrauen schaffen PDF Drucken
Geschrieben von Jochen Köster   
Über die Steinindustrie und deren Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität in Warstein
 
Warstein kann aufatmen: die Steinindustrie wurde mit einem Aktionsplan zur Luftreinhaltung in die Pflicht genommen und hat umgehend selbstlos und pflichtbewusst gehandelt. Die Anzahl der Feinstaub-Überschreitungstage liegt im Jahr 2010 weit unter den erlaubten Grenzwerten.
Zu schön, um wahr zu sein – oder?

Feinstaub tritt vermehrt an aufeinander folgenden, trockenen Tagen auf. Davon hatten wir in diesem Jahr nicht allzu viele. Für das Wetter ist die Steinindustrie nicht verantwortlich. Aber wenn es mal ein paar Sonnentage in Folge gab, wurde prompt oberhalb der Messstation für künstlichen Regen mittels Sprinkleranlage gesorgt. Die Nässe bindet den Feinstaub am Boden und der gelangt so nicht in die Messfilter.

Die Sprinkleranlage ist Teil des Aktionsplans und mit Bürgermeister und Verwaltung abgestimmt. Der Rat wurde vorab über den Standort auf städtischem Grund erst gar nicht informiert. So konnte und kann sich die Steinindustrie beruhigt zurück lehnen. Die Anlage arbeitet so gut, dass weitere Auflagen des Aktionsplans nun nicht oder nur noch bedingt umgesetzt werden müssen (Abplanen der LKW, geschlossene Zugwagen etc.). Die Grenzwerte werden ja eingehalten. Aber eben nur in unmittelbarer Nähe des Messcontainers. Was im weiteren Umkreis passiert, zählt nicht.

Wenn die Steinindustrie selbst glaubt, was sie da sagt, könnte sie doch im kommenden Jahr die Sprinkleranlage komplett abschalten. Das wäre ehrlich, könnte Vertrauen schaffen. Oder ist es dann wieder mit der vermeintlich staubfreien Herrlichkeit in Warstein vorbei?

Mit freundlichen Grüßen
Jochen Köster
Für die Ratsfraktion der BG Warstein
 
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