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Außergewöhnliche Sitzung: Kreis BG bei ESG in Erwitte zu Gast PDF Drucken
Geschrieben von Fraktion Kreis BG   
Zu einer außergewöhnlichen Fraktionssitzung traf sich die Kreis-BG im Besprechungsraum des Abfallwirtschaftszentrums der ESG am Hüchtchenweg in Erwitte. Der Kreistags-Fraktionsvorsitzende der Bürgergemeinschaft (BG) Gerd Brune und der stellv.Kreisfraktionsvorsitzende Robert Bigge  hatten neben den Fraktionsmitgliedern auch die Vorsitzenden der Orts-BGs eingeladen. Aus Warstein war mit dabei die Ortsvorsitzende Elisabeth Wiese.  An der Sitzung nahmen als Gäste und Fachleute Herr Schrewe und Herr Windsheimer von der ESG und Herr Bals von der Firma Wittekind teil, die die BRAM-Sortieranlage betreibt und den Müll als Sekundärbrennstoff  für die Zementherstellung einsetzt.
Erwitte 062015.jpg

Herr Schrewe (ESG) stellte das Abfallwirtschaftskonzept des Kreises Soest mit den verschiedenen Standorten vor. Am Standort Erwitte wird der Restmüll der grauen Tonne  in der BRAM-Sortieranlage bei Wittekind automatisch nach Gewicht (Dichte) aufgeteilt und die brennbaren Anteile in briefmarkengroße Stücken zusammen mit Braunkohle im Drehrohrofen verbrannt. Zusätzlich verbrennt die Firma Wittekind Restmüll, der außerhalb des Kreises Soest anfällt.
Herr Bals führte die BG-Fraktionsmitglieder durch die BRAM-Sortieranlage und das „Mülllager“ mit den verschiedensten Komponenten.

In der anschließenden Diskussion standen Fragen zur Finanzierung des Abfallentsorgungskonzeptes durch Gebühren, zum von der BG oft kritisierten Gelben Sack und zur Müllverbrennung im Mittelpunkt.

Kritisch wurde von den Teilnehmern  auch das geplante neue Wertstoffgesetz der großen Koalition in Berlin beurteilt. Kontrovers ist die Frage, wer laut Gesetz die Organisationsverantwortung für die Sammlung der Wertstoffe bekommen soll. „Ich bin der Ansicht, dass diese Verantwortung bei den Kommunen liegen sollte“, meinte Herr Schrewe von der ESG. Nun wurde seitens der GroKo zunächst vereinbart, dass die Organisationsverantwortung für die Sammlung der stoffgleichen Nichtverpackungen im Zuge der Ausweitung der Produktverantwortung auf die Privatwirtschaft übertragen wird. Die BG sprach sich dafür aus, dass die zentrale Steuerungsmöglichkeiten der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger erhalten werden müsse, um deren Position deutlich zu stärken.
 
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