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Glücklicher Zufall: Hintergründe zum Anti-Gödde-Bürgermeisterkandidaten PDF Drucken
Geschrieben von Redaktion: Jochen Köster   
Jochen KösterWie in der heimischen Presse zu lesen war, verdanken wir den gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten der Anti-Gödde-Koalition dem glücklichen Zufall, dass CDU und SPD unanbhängig voneinander genau diesen Kandidaten gefunden haben.

Eigentlich interessiert uns von der BG Warstein nicht, was die anderen für einen Kandidaten haben. Wäre da nicht eine Information aus Meinerzhagen bei uns eingetroffen, die neugierig macht:

"Sie müssen "runterrollen" bis zum Wirtschaftsverband Baustoffe-Naturstein e.V.
Da finden sie die Herren Köster und Benger."

Schnell unter dem mitgeteilten Link http://www.uvn-online.de/index.php?id=mitgliedsverbaende nachgeschaut findet man dort:

Wirtschaftsverband Baustoffe - Naturstein e.V.
Annastraße 67 - 71
50968 Köln
Telefon: 0221 937710-0
Telefax: 0221 937710-10
E-Mail: Wirtschaftsverband(at)NetCologne.de
Internet: www.wbn.naturstein-netz.de
Präsident/Vorsitzender: Dipl.-Kfm. Franz Bernd Köster
Hauptgeschäftsführer: RA Raimo Benger

Um Verwechselungen auszuschließen, es handelt sich beim "Herren Köster" nicht um mich, sondern um meinen Namensvetter Franz Bernd Köster, den Stadtverbandsvorsitzenden der CDU Warstein.

Herr Benger ist Fraktionsvorsitzender der Meinerzhagener UWG und unterstützte laut Presse zunächst den jetzigen Warsteiner Anti-Gödde-Kandidaten als Bürgermeisterkandidaten für Meinerzhagen.

Der neuen Warsteiner Kandidat wird/wurde also sowohl vom Präsidenten/Vorsitzenden als auch vom Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverband Baustoffe - Naturstein e.V. geschätzt.

Was macht dieser Wirtschaftsverband eigentlich? Auf der Homepage http://www.wbn-baustoffe.de steht unter "Tätigkeiten" u.a.
  • Wirtschaftspolitische Vertretung (Rohstoffsicherung/Planungsrecht, Landes- und Regionalplanungentwicklungsplanung)
  • Unterstützung bei Genehmigungsverfahren und Behördengängen
  • Stellungsnahmen zu Landesgesetzen, Verordnungen etc.
  • Politisches Lobbying
Weiter unter "Politische Kontakte/Lobbying" findet man zum Thema Fachgespräche 2007 des WBN mit der Regierungsspitze in NRW:
"Auf der Agenda standen die Themen "Entbürokratisierung in Nordrhein-Westfalen", "Wasserentnahmeentgelt" sowie die Rohstoffsicherung für die nichtenergetischen Rohstoffe in Nordrhein-Westfalen im allgemeinen."

Ein Blick lohnt sich auch auf die Rubrik "Gremien". Da findet sich:
Vertreter des Wirtschaftsverbandes im Vorstand des Bundesverband Mineralische Rohstoffe e. V., Köln
Franz-Bernd Köster


Noch ein Verband. Und was macht der? Auf dessen Homepage http://www.bv-miro.org steht unter "Zweck und Aufgaben" zu lesen (Auszug):

" MIRO versteht sich als Dienstleistungsunternehmen, wobei sich die Angebotsbereiche wie folgt umschreiben lassen:
...
  • wirkungsvolle Interessenvertretung nach außen, insbesondere gegenüber dem Staat, der Gesellschaft und der Öffentlichkeit schlechthin
  • Schaffung, Erhaltung und Verbesserung des Öffentlichkeitsbildes der in MIRO zusammengeschlossenen Unternehmen der deutschen Gesteinsindustrie
...   

Was das konkret bedeutet, liest sich unter "Ausschussarbeit - Beispiele" so (Auszug):
  • Vereinbarung eines gemeinsamen Standpunktes mit der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser zum Nassabbau von Kies und Sand in Wasserschutzgebieten"
  • Erfolgreiche Abwehr der Bergbauabfallrichtlinie der Europäischen Kommission für die heimische Steine- und Erden-Industrie
  • Vereinbarung eines gemeinsamen Standpunktes mit der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser zum Nassabbau von Kies und Sand in Wasserschutzgebieten
  • Gleichrangige Bearbeitung der heimischen Rohstoffinteressen beim Bundeswirtschaftsministerium, BDI und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)
  • Verhinderung einer "Quarzfeinstaubrichtlinie" der Europäischen Kommission durch die Gestaltung eines "Sozialen Dialogs" in den Betrieben (Anm. d. Red. An anderer Stelle heisst es: "Gemeinsam einen neuen verschärften Grenzwert in Europa vermeiden!")
Wer will, kann gerne im Internet weiterlesen, welche Interessen der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Franz Bernd Köster als Unternehmer verfolgt.

Als Politiker wünscht er sich jedenfalls einen neuen Bürgermeister. Und wie er den geeigneten Kandidaten gefunden hat, stand ja in der Presse. Vielleicht wird eines Tages auch bekannt, wer für die SPD zufällig auf den gleichen Kandidaten gestoßen ist.

 
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