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Führungspersönlichkeit für Warstein: Unbedingt von außerhalb? PDF Drucken
Geschrieben von Redaktion: Gerrit Greiss   
Gerrit GreissLiest man die Tageszeitungen der letzten Wochen und sieht das ständige Hick-Hack kann man gut verstehen, dass die Lösung der „Warsteiner-Probleme“ immer schwieriger wird.

Ein wenig erinnert es an die Wochen nach dem ersten Wahlgang der letzten Wahl, wo per Leserbrief sogar versucht wurde, unseren Bürgermeister persönlich zu diffamieren. Geändert hat sich daran nicht viel. Die beiden Volksparteien (natürlich nicht alle Mitglieder dort, das betone ich ausdrücklich) haben es bis heute nicht verwunden, dass die Wahl verloren wurde. Seit dem Abend des 2ten Wahlgangs hat man sich dort in die „Schmollecke“ zurückgezogen ... und ist bis heute nicht wieder aufgetaucht. Außer wenn es darum geht, irgendwelche Spitzen abzuschießen, die dann meistens unbegründet sind und eher einen gewissen PR-Wert haben, von der Sache her aber nicht so supertoll.

Die SPD z.B. schmückt sich dann auch noch gern mit fremden Federn. Im SPD-Jahresschlußreport wurden unter anderem in Anspruch genommen, dass die SPD erreicht hat, dass der Oberhagen nicht weggesprengt wird oder Warsteiner Kinder in den Genuß des Landesprogramm bez. des Mittagsessens kommen !?!. Für den Oberhagen gab es eine Oberhagen-Initiative, dort waren sicherlich ohne Frage auch SPD-Mitglieder engagiert, aber eben auch Mitglieder anderer politischer Parteien. Daß die Stadt die Zuschüsse für das Landesprogramm beantragt hat, ist meines Wissen’s wesentlich auf das Engagement der Caritas zurückzuführen.

Gerade diese beiden Beispiele zeigen, dass unabhängig von der politischen Überzeugung und Zugehörigkeit das gemeinsame Streben nach einer sinnvollen Sache letztlich nur eine Frage des gesunden Menschenverstandes ist und der Gemeinsamkeit.

Die „Ganz-Große-Koalition“ in Warstein verlangt einen 1sten und möglichst auch einen 2ten Beigeordneten nach dem Motto: Kreativität wäre gefragt. Der Redakteur des Warsteiner Anzeigers verlangt in einem Kommentar „Führungspersönlichkeiten“. Was von der Sache her nicht falsch ist, aber ob die unbedingt von außerhalb kommen müssen?

Wer kann wirklich glauben, dass eine Person „X“ kommt, wie „Urmel aus dem Eis“, und alle Warsteiner Probleme sind auf dem Lösungsweg??? Selbst wenn es eine Koriphäe wäre, könnte SIE oder ER eben diese Probleme nicht, vor allem nicht sofort lösen. Die großen Parteien vergessen in ihrer Kritik nämlich ganz gern, dass ein Großteil dieser Probleme zu Zeiten entstanden sind, als eben nicht die heute so angegriffenen Leute „am Ruder“ waren, sondern unter anderem Leute aus ihren eigenen Reihen! Aber selbst das wäre müßig, denn hinterher weiß man es immer besser.

Erinnert so ein wenig an den CDU-Wahlkampf des Herrn Koch in Hessen: Schimpfen, alles besser wissen ... aber vorher selbst nicht besser gemacht...

An der Grundsituation muß sich etwas ändern.! Und zwar am Stil des Miteinander!

Begonnen mit der Leserbriefkampagne der letzten Wahl bis zum heutigen Tag –nur in unterschiedlicher Intensitätwerden immer wieder die Fähigkeiten unseres Bürgermeisters in Frage gestellt. „Ein Fachmann müsste her“, sagt man. All denen sei gesagt, dass der beste General nur dann Erfolg hat, wenn die Truppen auch ok sind. Und „Truppen“ sind in diesem Fall nicht nur die häufig zu Unrecht gescholtenen Mitglieder der Verwaltung, sondern auch und gerade alle Verantwortlichen bis hin zum „letzten“ Warsteiner Bürger, vor allem aber auch die Ratsmitglieder, die ja nicht unwesentlichen Einfluß haben. Glaubt man so manch einem der ewigen Kritiker, dann laufen in Warstein nur unfähige Leute herum und das Allheilmittel ist die „Person-von-Außerhalb“. Wir haben gute und auch fähige Köpfe, man muß sie nur machen lassen, ihnen ein Chance gaben und nicht Unmögliches sofort erwarten. Verantwortung, gesunder Menschenverstand und auch ein wenig Spontanität sind viel wichtiger, wie es das Beispiel der Caritas so treffend gezeigt hat. Wenn aber die Methode der „Grabenkämpfe“ weiterhin andauert, werden auch ein oder zwei Beigeordnete nur viel Geld kosten, denn auch die könnten dann ihre Fähigkeiten nicht entfalten.

Viel wichtiger wäre m.E., dass die mit Sicherheit vorhandenen fähigen Leute sich als Warsteiner sehen und nicht als CDU-, SPD-, WAL-, FDP- und auch BG-Warsteiner, sondern einfach nur als Warsteiner. Und als solche auch die Probleme angehen ... gemeinsam und ohne politischen Hick-Hack. Immer nur auf den Fehler der anderen wartend. Daß endlich damit aufgehört wird, dass wir zwar alle in einem Boot sitzen, aber die verschiedenen Gruppierung gleichzeitig in andere Richtungen rudern – damit wären wir dann wieder beim General bzw. Kapitän, der dann trotz aller Fähigkeiten „das Schiff auch nicht am Wind halten kann“.

Ein afrikanisches Sprichwort sagt. „Einer allein kann kein Dach tragen“!

Gerrit Greiß
Höhenweg 5
59581 Warstein

(Sachkundiger Bürger der BG-Warstein)
 
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