| CDU und SPD: Kein Vertrauen in Gödde |
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| Geschrieben von Redaktion: Jochen Köster | |
| Freitag, 29. September 2006 | |
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Die Ratssitzung am Montag, 25. September 2006 hatte es in sich. CDU und SPD griffen den Bürgermeister Manfred Gödde (BG Warstein) in außergewöhnlich scharfer Form an. Lesen Sie hier einige Berichte und Leserbriefe zur besagten Ratssitzung.
CDU und SPD: Kein Vertrauen mehr in Gödde "Entscheidungsschwäche und Alleingänge" Von Armin Obalski WARSTEIN. Erstmals gemeinsam gehen CDU und SPD gegen den Bürgermeister in Stellung. Kapriolen, Entscheidungsschwäche und Alleingänge warf Friedhelm Dostal (CDU) gestern Abend im Rat Manfred Gödde in einer von den beiden großen Fraktionen getragenen Erklärung vor: "Wir haben das Vertrauen in Ihr Tun verloren."
Die Visionen des Bürgermeisters von einem Warstein im Jahr 2015 waren
der Auslöser: Ihren neuerlichen Vortrag wollte im Rat (fast) keiner
mehr hören. "Ich denke, es wird nichts Neues kommen", begründete
SPD-Fraktionsvorsitzender Erwin Koch den Antrag, diese von der
Tagesordnung zu nehmen. Von "Zeitverschwendung" war die Rede und so
werden die Ausführungen jetzt nur als Anhang zum Protokoll zugestellt. Für die Ratsmehrheit stellte das, was Manfred Gödde eine Woche zuvor beim IHK-Wirtschaftsgespräch vor hochkarätigem Publikum ausgeführt hatte, "eine Niederlage für die Politik und alle, die an der Zukunft dieser Stadt gewillt sind, mitzutun" dar, wie es in der von Friedhelm Dostal verlesenen Erklärung hieß. Zwar seien die Politiker darauf vorbereitet, Gödde "in all der Oberflächlickeit" seiner Aussagen zu konkreten Sätzen zu veranlassen, man wolle aber "dem Rat in seiner Mehrheit ein Szenario von Worthülsen gepaart mit längst bekannten Inhalten und nebulösen Zukunftsaussagen ersparen". Für den vollständigen Vertrauensverlust in den Bürger-meister nannte Dostal eine Reihe von Gründen. So habe dieser seinerzeit, als er noch nicht im Amt war, als "führender Initiator" die favorisierte Variante der Ortsumgehung diffamiert und Ängste dagegen geschürt und sich bis heute der konkreten Zustimmung zur Trassenführung verweigert. Ebenso wie an der schnellstmöglichen Realisierung der B 55n unter diesen Vorausetzungen zweifelt die Ratsmehrheit an der Verwirklichung des Risse-Geländes, dessen vehementester Gegner Gödde noch vor zwei Jahren gewesen sei. Heute aber wolle er "den Fall lösen?" "Wie oft lesen wir in der Zeitung Dinge eher, als sie mit uns besprochen wurden", lautete ein weiterer der Kritikpunkte, die in der Ankündigung gipfelten, dass CDU und SPD nicht mehr gewillt seien, die "Versprechen und unhaltbaren Aussagen" des Bürgermeisters hinzunehmen. "Wir veranlassen Sie klar und deutlich, Stellung zu nehmen." Zu den Anwürfen blieb diese aus. Gödde: "Sie haben sich getäuscht, wenn Sie gehofft haben, dass ich dazu sofort Stellung nehme." Stattdessen scherte Klaus-Peter Weber (SPD) aus der Phalanx der Gegner aus: "Es wäre unfair, die Versäumnisse der letzten 20, 40 Jahre auf zwei Jahre zu komprimieren." Bedeckt hielt sich Göddes Bürgergemeinschaft. Erst zum Ende der Sitzung forderte Jochen Köster den Vergleich dessen, was die beiden vorherigen Amtsinhaber versprochen und was gehalten hätten. Nur Jo Brockmann ging nach einer Spitze Josef Wüllners Richtung Bürgermeister förmlich in die Luft: "Ihnen steht doch nur noch der eigene Hass in den Augen." Quelle (Westfälische Rundschau, Seite Warsteiner Rundschau vom 26.09.2006) |
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