| CDU und SPD: Kein Vertrauen in Gödde |
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| Geschrieben von Redaktion: Jochen Köster | |
| Freitag, 29. September 2006 | |
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Seite 4 von 5 Starker Tobak, den Herr Bracht da von sich gibt. Das kann nicht unkommentiert bleiben. Am 28.09.2006 antwortet BG-Geschäftsführer und Ratsmitglied Bernd Liß: LESERBRIEF Das Wunder von Warstein In der Ratssitzung am 25.09.06 geschah ein nicht zu erwartendes Ereignis, das man durchaus auch als politisches Wunder bezeichnen kann: CDU und SPD ar-beiteten zusammen. Und das nicht bei so unwichtigen Themen wie: Musikschule, Kindergarten - Zweitkraftprinzip, Gestaltung der Innenstadt (Kersting - / Bergen-talgelände), B 55n, Rissegelände, und, und, und. Nein! Die Zusammenarbeit geschah im Zusammenhang mit der Beantwortung der mit Sicherheit wichtigsten Frage dieser Stadt, die vor dem finanziellen Kol-laps steht: Welche Visionen hat der Bürgermeister? Diese Frage wird gestellt von einer CDU, die mit ihrer jahrzehntelangen politi-schen Mehrheit im Rat die Karre erst in den Dreck gefahren hat. Diese Frage wird gestellt von einer SPD, von der man während ihrer fünf Jahre langen Bür-germeisterzeit außer Querelen in den eigenen Reihen nichts hörte. Und dann kommt der von beiden Parteien ungeliebte Manfred Gödde und wird auch noch von der Mehrheit der Wähler in der Stadt zum Bürgermeister gewählt. Was für ein Affront! Bis heute konnten weder CDU noch SPD sich nicht damit abfinden und das bedeutete nur Eines: Wann immer es möglich ist, wird Manfred Gödde unwaidgerecht erlegt und in der Öffentlichkeit bloßgestellt, statt die Zu-sammenarbeit mit ihm zu suchen und das Beste für die Stadt zu erarbeiten. Und das Erlegen von Manfred Gödde ist für die CDU relativ einfach, da er doch der jetzt ungeliebte Sohn ist, der aus den eigenen Reihen stammt. Seine Schwä-chen werden gnadenlos ausgenutzt. Früher war das anders, als er noch ehren-amtlicher Bürgermeister der CDU war. Damals sonnte man sich noch in seinem Glanz. Ich jedenfalls habe Manfred Gödde anders kennen gelernt. Er ist ein Mann, der seit dem ersten Tag seiner Wahl die Ärmel hochkrempelte und angefangen hat zu arbeiten. Ihm Untätigkeit vorzuwerfen grenzt an Rufmord und ist in keiner Weise gerechtfertigt. Er stellt sich nicht in die Öffentlichkeit und erzählt irgendet-was von nicht erfüllbaren Visionen, was ein Leichtes gewesen wäre. Man stelle sich vor, er hätte das getan, was dann los gewesen wäre. Jede einzelne Vision hätten CDU und SPD in der Luft zerrissen, oder man hätte ihn darauf festgena-gelt, diese nicht erreicht zu haben. Die wichtigste Aufgabe in dieser Stadt ist: Sie aus der finanziellen Krise heraus zu holen. Und das ist nicht mit Visionen (Duden: Vision = Trugbild) von blühen-den Landschaften möglich, sondern nur mit Hilfe von Land und Bund. Und wer hat dort das Sagen? Na klar, CDU und SPD. Manfred Gödde hat sich nicht, wie einige seiner Vorgänger, hinter seinem Schreibtisch versteckt. Nein, er geht in die Öffentlichkeit und versucht, nichts hin-term Berg zu halten. Und natürlich hat er Schwächen, denn er ist ein Mann aus dem Volk und kein studierter Mann. Aber genau das hat der Wähler gewollt. Bei der IHK - Versammlung und in der letzten Stadratssitzung musste Manfred Gödde ehrverletzend in Erfahrung bringen, wie man darüber denkt, dass er ein einfacher Mann aus dem Volk ist. Das wurde arrogant aus Richtung CDU öffent-lich in der IHK - Versammlung geäußert. Das war unterhalb der Gürtellinie und gehört sich nicht. Es geht um das Amt des Bürgermeisters, und dem ist mit Re-spekt zu begegnen, egal, was man vom Amtsinhaber denkt. Es ist mittlerweile soweit, dass ihm von Seiten der CDU der pure Hass entgegenschlägt. Es gibt keine Ausschuss - oder Ratssitzung mehr, in der nicht von der CDU auf den Bürgermeister eingeprügelt wird. Leider hat sich die SPD jetzt auf das gleiche niedrige Niveau begeben. Sowohl CDU als auch SPD werden sich vom Wähler fragen lassen müssen, was sie in den letzten beiden Jahren an Positivem für die Stadt Warstein geleistet ha-ben. Ich kann jedenfalls nichts erkennen. Und so wie es derzeit aussieht, wird sich in den nächsten drei Jahren auch nichts daran ändern, da beide Parteien nichts anderes zu tun haben, als den Bürgermeister lächerlich zu machen. Vor einer Abwahl und dem Rücktritt des Bürgermeisters kann ich nur warnen, denn weder CDU noch SPD verfügen derzeit über geeignete personelle Alternativen. Der Gesetzgeber hat gewollt, dass der Bürgermeister frei gewählt wird und für die Verwirklichung seiner Ziele politische Mehrheiten suchen muss. Er soll und darf nicht wie ein Herrscher über die Stadt "regieren", denn wir leben in einer Demokratie. Nicht der Bürgermeister hat die Stadt in das derzeitige politische Di-lemma gebracht (er hat den Parteien oft genug seine Zusammenarbeit angebo-ten), sondern die hasserfüllte Verweigerung der CDU und die Unzuverlässigkeit der SPD. Aber vielleicht ermöglichen CDU und SPD ja doch noch einmal mindestens ein Wunder!? Bernd Liß BG - Ratsmitglied (Quelle: Original-Leserbrief) |
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