| Braucht Warstein einen Beigeordneten? |
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| Geschrieben von Redaktion: Bernd Liß | |
Braucht Warstein einen Beigeordneten? Bis auf die BG sind alle im Rat der Stadt Warstein vertretenen Parteien (CDU, SPD, WAL und FDP) der einhelligen Meinung: Ja.Die Meinung der BG spiegelt sich im Leserbrief des stellv. Fraktionsvorsitzenden und Ratsmitglieds Bernd Liß wider: Leserbrief zur Erklärung der "Auswärtiger-Beigeordneter-Befürworter-Gemeinschaft", kurz "ABBG" Entgegen vorheriger Absprachen macht sich eine große Gemeinschaft aus CDU, SPD, WAL und FDP in seltener Einmütigkeit auf, unsere Stadt mit einem neuen, auswärtigen "Steuer-mann" zu besetzen. Und das in einer Zeit, in der kein Cent vorhanden ist. Die Absprachen beruhten darauf, dass man zunächst einmal der Verwaltung eine Chance gibt und hofft, dass sie in der Lage ist, die Belange der Stadt vernünftig zu gestalten. Natür-lich kann man nach einer 16-jährigen Hoffmann-Dominanz nicht erwarten, dass es innerhalb kürzester Zeit rund läuft. Es braucht seine Zeit, und die wollte man der jetzigen Verwaltung eigentlich geben. Jetzt ist deutlich erkennbar, wie wenig Vertrauen die "ABBG" in die hiesige Verwaltung hat. Ich persönlich habe großes Vertrauen. Doch alle Absprachen haben sich seit der letzten Ratssitzung nun erledigt, denn die politi-schen Vordenker der "ABBG" haben in die Glaskugel geschaut und die Zukunft gelesen, wie es bereits vor 16 Jahren schon einmal geschah: Es muss jemand von außerhalb her, denn nur so ist Warstein zu retten. Ich frage mich ernsthaft, warum es Warstein trotz des auswär-tigen Beigeordneten, der uns jetzt verlässt, in allen Belangen so dreckig geht. Es soll "bewusst in eine Person investiert werden", die man heute noch nicht kennt. Man kann aber davon ausgehen, dass die o. g. Fraktionen bereits eine klare Vorstellung haben, wie "ideenreich und innovativ" diese Person sein wird. Man liest in der Erklärung so unver-gleichliche Worte wie: "Dringend notwendige Impulse", "Stärkung der Position unserer Stadt … im operativen und strategischen Geschäft". Übrigens, auch wenn es einen neuen Beigeordneten gibt: Manfred Gödde ist und bleibt Bür-germeister und ist somit der "Steuermann" und der Beigeordnete ist eben nur beigeordnet. Von der CDU war nichts anderes zu erwarten. Sie will schnellstens eine Person installieren, um den ungeliebten Bürgermeister zu kontrollieren. Auch die Art und Weise, wie der Auftrag an die Verwaltung ergangen ist, zeugte einmal mehr von der unglaublichen Arroganz der CDU. Dieser Blasiertheit haben sich die anderen Parteien widerspruchslos unterworfen. Die Gründe der SPD kann ich, wie so oft, nicht verstehen. Die WAL bleibt das unbekannte Wesen und das Motiv der FDP kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Es handelt sich um eine Partei, die sich auf die Fahne geschrieben hat, Bürokratieabbau auf allen Ebenen zu betreiben (nähere Aussagen dazu auch auf ihrer Internetseite). Und in Warstein macht sie genau das Gegenteil. Das nenne ich gradlinige Politik. Die BG hat sich eindeutig für eine hausinterne Lösung ausgesprochen, die sinnvoll und kos-tensparend ist. Sie hat auch erkannt, dass in dieser Verwaltung genügend Potenzial vorhan-den ist, welches diese Stadt in vernünftige Bahnen lenken kann. Zumindest einen Versuch über einen gewissen Zeitraum wäre es Wert gewesen. Und das Tollste ist, die "ABBG" will mal eben, ohne derzeitige Notwendigkeit, zusätz-lich schlappe € 100.000,00 jährlich, mindestens 8 Jahre lang, für einen auswärtigen Beigeordneten ausgeben. Liebe Familien, Eltern, Vereinsmitglieder und Steuerzahler: Spart schon mal feste, denn irgendwie muss das Geld ja wieder reinkommen. Bernd Liß BG - Ratsmitglied |
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Braucht Warstein einen Beigeordneten? Bis auf die BG sind alle im Rat der Stadt Warstein vertretenen Parteien (CDU, SPD, WAL und FDP) der einhelligen Meinung: Ja.