Steinindustrie: Nicht nur symbolisch die Rote Karte zeigen
Geschrieben von Jochen Köster   
Jochen Koester.jpgHaben gewisse Leserbriefschreiber lediglich den Adressaten aufgrund meines Nachnamens verwechselt? Meine Worte (siehe unten) wurden als "Unverschämtheit" bezeichnet, man ging mit mir "auf's Schärfste" ins Gericht. Diese Entschlossenheit würde ich mir gegenüber Taten anderer gewünscht haben. Ich stelle daher richtig:

Mir liegt es fern, Herrn Raker zu diffamieren.

Wer hätte das gedacht, dass am weltweiten "Tag des Wassers" bei der Veranstaltung der Trinkwasser-INI nicht das Trinkwasser Hauptthema des Hauptredners ist? Man lernt halt nie aus. Auch als Fraktionsvorsitzender der BG, der allerdings seine Fraktion hinter sich weiß.

Viel wichtiger für Warstein ist, dass die insgesamt gelungene Veranstaltung ein dickes Ausrufezeichen gesetzt hat. Der Steinindustrie wurde symbolisch die Rote Karte gezeigt. Und dieses (Teil)-Ziel verfolgen wir hoffentlich gemeinsam. Apropos Gemeinsamkeiten: Sowohl die BG als auch der BUND haben auf ihren Internetseiten zur Teilnahme aufgerufen. Zudem ist die BG genauso überparteilich wie Trinkwasser-INI oder BUND. Auch wir sind ein eingetragener Verein, eben die Bürgergemeinschaft. Auch wir sind für die zeitnahe Renaturierung. Diese ist für uns jedoch nur der erste Schritt von vielen.

Die BG ist eben weder BUND noch INI. Als gewählte Stadtvertreter lehnen wir den Steinabbau im Grundwasser und neue Steinbrüche seit je her klar ab. Egal wo in bedrohlicher Stadtnähe. Erst recht auf dem beantragten, riesigen Bergrechtsgebiet zwischen Kahlenberg und Kallenhardt. Oder kann jemand befürworten, diese insgesamt 19,2 Quadratkilometer(!) zunächst auszubeuten und anschließend zu renaturieren? Darum ist unser (Haupt)-Ziel zur Zukunftssicherung unserer Stadt ein anderes: Wir wollen der Steinindustrie nicht nur symbolisch die Rote Karte zeigen.

Mit freundlichen Grüßen

Jochen Köster
Fraktionsvorsitzender BG Warstein