BG für Arbeitstagung in Warstein - statt Kaminrunde in Arolsen
Geschrieben von Jochen Köster   

Jochen Koester.jpgIch freue mich, dass mein Gedächtnis noch besser ist, als das des Bürgermeisters“, rühmte sich Anfang der Woche der Fraktionsvorsitzende der SPD, Gerd Flaig, Tags drauf behauptete er, die BG habe bei der „historischen“ Wochenendklausur der Warsteiner Parteien aus Termingründen nicht teilnehmen können. Zumindest bei diesem Thema hat ihm sein Gedächtnis dann aber einen Streich gespielt:

Wir kommen nicht mit nach Arolsen. Wir sind der Meinung, dass es sinnvoller gewesen wäre, für die Themen, die bereits in allen Fraktionen diskutiert wurden, nach einem gemeinsamen Nenner zu suchen. Die anderen Themen hätten wir gerne vorab in der Fraktion diskutiert gewusst. Und nicht nur aus Kostengründen würden wir uns die Tagung in Warstein gewünscht haben“, so lautete meine schriftliche Absage der BG an Gerd Flaig und keinesfalls, wie nun behauptet, aus terminlichen Gründen.

Warum wurde nicht zunächst in den Fraktionen diskutiert und dann in Warstein statt in Arolsen eine gemeinsame Lösung gesucht? Eine Arbeitstagung mit belegten Brötchen und meinetwegen auch einem abschließenden Pils. Anstatt von Freitag auf Samstag in einem Arolser Hotel zu residieren. Schulungen über das komplette Wochenende inklusive hochkarätigen Dozenten führt die BG-Fraktion für weit weniger als die Hälfte der in Arolsen aufgerufenen Summen durch. Aber die BG wird weder von Bundesparteien noch von heimischen Firmen finanziell unterstützt.

Im letzten Frühjahr gab es schon einmal eine erste (Vor)-Runde. Damals klammheimlich in Allagen. Bloß nicht die Presse informieren. Wie dort Vorentscheidungen herbeigeführt werden sollten, das hatte mit Transparenz und Demokratie nur wenig zu tun. Es erinnerte mich vielmehr an eine Aufgabe im Geschichtsunterricht am Warsteiner Gymnamsium: „Untersuchen Sie die Warsteiner Kommunalpolitik auf oligarchische Tendenzen“. Oder mit anderen Worten: Bestimmt in Warstein nur ein ganz kleiner Kreis, was für alle gut ist? Mein Lehrer, Dr. Sandgathe, wusste wohl genau, warum er uns Schülern diese Aufgabe stellte.

Zusammenarbeit ist immer sinnvoll. Erst recht die Suche nach gemeinsamen Lösungen. Aber ich wehre mich gegen Vereinnahmung.

Mit freundlichen Grüßen

Jochen Köster, BG-Fraktionsvorsitzender