Verwaltung lernt dazu: Endlich schärfere Jagdpacht-Verträge
Geschrieben von Jochen Köster   
Jochen KösterForst, Jagd und kein Ende. Vielleicht gibt es wichtigere Themen als dieses, aber es geht um die Verhinderung der enormen Waldschäden, für die bislang auch der Warsteiner Bürger direkt aufkommen musste. Der Bürgermeister besuchte jetzt mit der heimischen Presse einige Gebiete mit hohen Waldschäden und stellte seine Sicht der Dinge dar. Die kann nicht unkommentiert bleiben:

Die Waldschäden sind nicht hinnehmbar, kein Zweifel, da hat der Bürgermeister Recht.

Und, dass die neuen Pachtverträge nun vermehrt den Schutz des Waldes berücksichtigen sollen, ist die logische Konsequenz.

Aber warum wird erst jetzt reagiert? Warum hat man nach Kyrill im Jahr 2007 noch Verträge geschlossen, die Verbissschäden auf Windwurfflächen oder anderen Kalamitäten ausschließen? Ganze 900 Euro für Fegeschäden konnten dem Pächter in besagtem Revier in Rechnung gestellt werden. Für die wesentlich höheren Verbissschäden muss die Stadt, sprich der Steuerbürger, aufkommen. Dank der „miesen“ Verträge, die die Stadt Warstein mit den Jagdpächtern geschlossen hat.

Wie „mies“ die Verträge waren und welche wirtschaftlichen Folgen das für die Stadt hat, darüber wurden weder der Rat noch der Forstausschuss zumindest seit 1999 nicht informiert. Jahrelang hat die Politik der Verwaltung vertraut, jeden vom Forst vorgeschlagenen Jagdpächter akzeptiert. Jetzt ist alles falsch und die Politik soll Schuld sein?  

Wie wäre es mit einem Blick in den Spiegel?

Uns wird unberechtigterweise Lobbyismus vorgeworfen – was muss man denn der Verwaltung samt Bürgermeister vorwerfen?

Noch einmal: Der BG ist es völlig egal wer dort jagt, ob die Stadt in Eigenregie oder Jagdpächter. Der Schaden darf nicht entstehen. Der Wald muss von größtmöglichem Nutzen für den Bürger sein. Da kann Warstein von Rüthen einiges lernen!

Jochen Köster
Fraktionsvorsitzender