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Thema Beigeordneter: Warstein oder Schilda? PDF Drucken
Geschrieben von Redaktion: Gerrit Greiß   
Gerrit Greiß zum Thema BeigeordneterZum Thema "Suche eines Beigeordneten für die Stadt Warstein" hat sich Gerrit Greiß weitere Gedanken gemacht: Das langjährige Mitglied des Forstausschusses hat diese auch per Leserbrief in der Lokalpresse auch veröffentlicht:

Schilda war bekanntlich der Ort, dessen Einwohnern die bekannten Schildbürgerstreiche zugeschrieben werden. Anders kann man das Gerangel um die Besetzung der Beigeordnetenstelle nicht mehr verstehen. Die großen Volksparteien entscheiden selbst im kleinen Warstein über den Kopf der Menschen hinweg.

CDU und SPD bemühen gern und oft den Vergleich, Warstein sei wie ein Wirtschaftsbetrieb, den man straff und organisiert mit zukunftsweisenden Strategien führen muss. So weit, so gut – und auch richtig. Aber kein Betrieb gibt leichtfertig Geld aus für unsinnige Maßnahmen, keine Betrieb wechselt so oft die Strategien. Das ist der Unterschied.

Eine solche Headhunter-Aktion kostet viel Geld. Glaubt man dem Rat mindestens € 35.000,00 und in der Regel wird dann ja auch mehr daraus. Ob sie Erfolg hat, steht in den Sternen. Die Befürworter einer solchen Aktion tun gerade so, als seien die „Warsteiner Probleme“ ein Mysterium. Und nur diese geheimnisvolle Person  für die neue Stelle kann diese geheimnisvollen Krankheiten diagnostizieren und heilen ???
Ist es nicht vielmehr so, dass die Probleme offen auf dem Tisch liegen. Bedarf es eigentlich nicht nur des gesunden Menschenverstandes, um die Probleme gemeinsam zu lösen. Sind wir alle in Warstein so unfähig? Nach Denken von CDU und SPD sind wir es!

In 2007 hat die Stadt per Zeitung darum gebettelt, dass Bürger Gelder spenden für die Aktion des Landes „Jedem Kind ein Mittagessen“. Damals ging es um ca. € 4.500,00, die –da Warstein im Nothaushalt und freiwillige Leistungen daher nicht möglich sind- ohne private Spenden nicht möglich waren. Erst Spenden haben dazu geführt, dass dann die Landesmittel doch beantragt wurden.
Jetzt sind auf einmal € 35.000,00 + „X“ möglich, die m.W. auch freiwillige Leistungen sind und deren Erfolg „in den Sternen“ steht. Apropos „Stern“; im vergangenen Jahr war die Aktion Sternenkinder auch in Frage gestellt, da ja das Mähen einige hundert Euro pro Jahr kosten würde und auch freiwillige Leistungen seien???

Es ist schon verblüffend mit welchen Prioritäten Gelder da sind oder auch nicht. CDU und SPD kritisieren bei  jeder sich bietenden Gelegenheit den Bürgermeister und die Verwaltung. Wäre es da nicht sinnvoller, wenn man dort eine vernünftige Politik macht –das kostet nichts- und die nächste Wahl gewinnt und dann den Bürgermeister stellt. Ein ganz normaler demokratischer Vorgang und um einiges billiger. Dann brauchen wir den Beigeordneten nicht mehr und sparen noch ca. € 120.000,00/Jahr. Dann können wir uns auch das „Mittagessen für Kinder“ leisten ohne Betteln.

Nur mit dem Sparen ist das so eine Sache. Vermutlich könnte man einen Sonderteil der Zeitung damit füllen bzw. den verpassten Gelegenheiten. Nimmt man nur die neue Heizung im Schulzentrum Belecke. Nach bekannten Zahlen, d.h. eine 500kW-Anlage und 3.000 Vollaststunden ergeben sich bei Gas jährliche Kosten von ca. € 92.000,00 und bei Hackschnitzel € 22.000,00. Zugegeben die investive Maßnahme für Hackschnitzel ist erheblich teuerer, aber nicht so sehr viel teuerer, dass die Einsparung im reinen Heizmaterial dadurch „platt“ gemacht wird.
Nebenbei wären das rund 600fm-Holz/Jahr gemessen an einem Jahreshieb von ca. 35.000fm im eigenen Wald, wo mit Sicherheit auch immer Rest- und Energieholz anfällt, wohlgemerkt kein Nutzholz.  Wir wären völlig autark gegenüber der Preiszockerei der Energiewirtschaft. Und wir hätten ca. 290to. Co² eingespart. Mit Recht werden Veranstaltung durchgeführt zum Schutz des Oberhagen, des Wassers – dort wo wir nur durch Handeln eine aktive und vor allem positive Klimapolitik machen könnten, ohne auch nur einen Cent auszugeben, wird stillschweigend nichts getan. Vielleicht hätte ja der fiktive Beigeordnete den Weitblick gehabt.

Aber es gab ja ein Gutachten! Nimmt man den Leserbrief aus dem Soester Anzeiger von heute über die „Gutachter-Logik“ auf Soest bezogen, scheint dies ein weitverbreitetes Problem zu sein.

Wäre  es nicht sinnvoller und vor allem billiger, wenn sich alle Verantwortlichen an einen Tisch setzen, parteipolitische Querelen zumindest einmal beiseite schieben, und das tun, wozu sie verpflichtet sind, nämlich:

Handeln zum Wohle der Bürger. Nicht unsinnig Geld ausgeben und Sparmaßnahmen nutzen.


Gerrit Greiß
Sachk. Bürger der BG
Höhenweg 5
59581 Warstein
 
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