| Steinindustrie und Wasser-Risiko in Warstein: nicht lösbar |
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| Geschrieben von Radaktion: Lothar Bräutigam | |
Lothar Bräutigam, Sachkundiger Bürger der BG im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Wirtschaftsförderung nimmt Stellung zu den Aussagen von Dr. Büscher, Leiter Stadtwerke, im letzten Betriebsausschuss:Die Berichterstattung zur letzten Sitzung des Betriebsauschusses am 25. September zu den Ausführungen unseres Leiters der Stadtwerke Warstein Dr. Büscher wegen "Notfallplan" des Wasserausfalls im Versorgungsbezirk der Quellen aus dem Warsteiner Massenkalk sollte uns Bürger mehr als nachdenklich machen. Beim "Worst-Case-Fall" (Anm. d. Red.: "schlimmster Fall") beurteilt Dr. Büscher diesen als "höchst unwahrscheinlich". Das ist eine Verniedlichung der Gefahr für uns als Bürger und Bezieher von preiswertem Wasser. Man kann dieses Risiko nicht ausschließen, also sollten uns die Auswirkungen auch bewusst sein. Gut ist, dass endlich jemand die Risiken hieraus auch in Zahlen beziffert. So haben unsere Stadtwerke berechnet, dass dann der Wasserpreis durch die Zusatzkosten um 1,30 bis 1,90 Euro pro Kubikmeter steigen wird! Diese Auskunft stand ohne weitere Problematisierung im Raum und wurde von Herrn Dr. Büscher auch verniedlicht, da die "Steinindustrie die Kostenübernahme vertraglich garantieren" soll. Dieses Risiko habe ich mal in einer einfachen Rechnung berechnet: Mit Wasser aus unseren Quellen werden mindestens 100.000 Personen versorgt. Bei einem Wasserverbrauch von ca 45 cbm pro Jahr und Person (diese Zahlen habe ich aus meinen eigenen langjährigen Daten ermittelt - bei vorsichtigem Ansatz und realisierter Sparmaßnahmen im laufenden Jahr - ) ergeben sich also insgesamt 4.50.000 cbm Versorgung pro Jahr! Wenn wir dann die zusätzlichen Kosten mit dem Mindestwert laut Dr. Büscher von 1,30 Euro pro cbm ansetzen wären das 5.850.000 Euro Mehrkosten jährlich, bei 1,90 Euro sogar 8.550.000 Euro. Wir reden also über ein Risiko von mindestens 5 MIO bis fast 10 MIO pro Jahr. Wer soll denn dieses Risiko absichern? Unsere Steinindustrie ist damit mehr als hoffnungslos überfordert. Selbst das Mindestrisiko von 5 MIO Euro ist erheblich höher als das gesamte Eigenkapital aller betroffenen Unternehmen. Und dieses Risiko besteht pro Jahr! Demnach ist eine "Absicherung" wirtschaftlich unmöglich und illusorisch. Eine Diskussion über eine vertragliche Vereinbarung zu diesen Risiken ist demnach nicht zielführend – weil nicht realistisch und nur eine Nebelkerze zur Beruhigung. Lothar Bräutigam, Mitglied der BG-Fraktion Lesen Sie dazu auch "Kreisumweltausschuss: Trinkwasserversorgung im südlichen Kreisgebiet" |
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Lothar Bräutigam, Sachkundiger Bürger der BG im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Wirtschaftsförderung nimmt Stellung zu den Aussagen von Dr. Büscher, Leiter Stadtwerke, im letzten Betriebsausschuss: