| Haus Kupferhammer: Erst Antworten, dann Feuertreppe |
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| Geschrieben von Redaktion: Jochen Köster | |
Leserbrief zum Thema "Feuertreppe am Haus Kupferhammer":(Jochen Köster, stellv. Fraktionsvorsitzender BG Warstein) Um es vorweg zu sagen, das Haus Kupferhammer ist ohne Frage die "Gute Stube" der Stadt Warstein und natürlich auch schützenswert. Und dass nicht nur, weil es unter Denkmalschutz steht. Hinter allen anderen Aussagen, die im Zusammenhang mit dem Thema Feuertreppe gemacht wurden, muss sehr wohl ein Fragezeichen stehen, weil hier Antworten gefunden werden müssen. Vereinfach lässt sich die Problematik so umschreiben:
Grundsätzlich ist eine Ausweitung der Nutzung zu begrüßen. Aber dürfen wir das auch? Denn das Denkmalamt duldet mehr oder weniger nur die Nutzung als Trauzimmer. Gleiches gilt für die Nutzung des großen Saals als Raum für Kammerkonzerte oder sonstige Veranstaltungen. Denn die dort normalerweise untergebrachten Exponate müssen jedes Mal aus- und wieder eingeräumt werden. Über eine erweiterte Nutzung ist meines Wissens noch nicht mit dem Denkmalamt gesprochen worden. Was passiert also, wenn das Denkmalamt nicht mit einer erweiterten Nutzung einverstanden ist? Dann bräuchten wir nur eine Feuertreppe, wenn größere Gruppen (20- 30 Personen) das Haus gleichzeitig betreten. Dies ist derzeit nur der Fall bei den Kammerkonzerten und bei einigen anderen Veranstaltungen. Angenommen das Denkmalamt spielt mit, welche Kosten kommen dann auf uns zu? Zwingend erforderlich wird dann die Feuertreppe mit rund 50.000 Euro. Aber damit ist es nicht getan. Wie Franz Linneboden (CDU) korrekt im Bausschuss bemerkte, sollten eigentlich jährlich drei Prozent des Immobilienwertes für die Erhaltung eines Gebäudes aufgewendet werden, um den Verfall zu vermeiden. Und das Haus Kupferhammer sei gut 750.000 Euro Wert. Macht folglich 22.500 Euro jährlich für die Stadt. In den letzten Jahren wurden lediglich 2.000 Euro aufgewendet, in den nächsten Jahren sollen es planungsgemäß auch nicht mehr sein. Das ergibt über einen Zeitraum von 10 Jahren also einen Bedarf von rund 200.000 Euro, der bislang nicht investiert wurde oder werden konnte. Gibt es darüber hinaus Sanierungsarbeiten, welche kurzfristig fällig werden: Dach, Zwischendecke, Fassade, Räumlichkeiten usw.? Gibt es Mehrkosten, die durch die Mehrnutzung entstehen: Strom, Wasser, Sicherungsanlagen usw.? Die Antworten auf diese Fragen sind doch die Basis, um darüber entscheiden zu können, was mit dem Haus Kupferhammer zukünftig geschehen kann oder soll. Und erst dann macht eine Entscheidung über 50.000 Euro für die Feuertreppe Sinn. Sonst zäumt man einmal mehr das Pferd von hinten auf. Mit freundlichen Grüssen Jochen Köster |
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